Haferkur: Wie ist der Ablauf und was muss ich beachten?
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Geschrieben von Helga K.
Wissenschaftliche Redakteurin | Ernährungsberaterin
Heute möchten wir uns mit dem Thema „Haferkur-Hafertage“ beschäftigen. Lange vor der Entdeckung des Insulins fanden diese Anwendung in der Diabetes-Behandlung, denn der blutzuckersenkende Effekt war schon damals bekannt. Dabei nutzte der Diabetologe Carl van Noorden die Hafertage Anfang des 20. Jahrhunderts als „strenge Hafertage“ um eine Insulinresistenz seiner Patienten zu durchbrechen. Heutzutage erleben wir eine Renaissance dieser natürlichen Behandlungsmethode und wir wollen Dir diese einmal vorstellen.
Bei folgenden Erkrankungen kann Hafer eine Behandlung effizient unterstützen:
• Diabetes mellitus Typ 2 und bei Insulinresistenz
• Störungen des Fettstoffwechsels
• Nichtalkoholische Fettleber
• Bluthochdruck
• Übergewicht/Adipositas
• Beschwerden des Magen-Darm-Traktes
• Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO)
Du fragst Dich, warum Hafer so viele ernährungsmedizinische Anwendungsgebiete hat, ja quasi ein Superfood ist?
Der positive Effekt auf all diese Erkrankungen ist vor allem auf das Beta-Glucan zurückzuführen, was als löslicher Ballaststoff positive Auswirkungen auf den Glucose- und Fettstoffwechsel hat. Daneben ist Hafer äußerst reichhaltig an folgenden Inhaltsstoffen:
• komplexen Kohlenhydraten
• Fettsäuren (einfach und mehrfach ungesättigt)
• weiteren Ballaststoffen
• Mineralien
• Vitaminen
• Eiweiß
• sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien.
Ablauf der Hafertage und Anleitung für eine Haferkur:
Zunächst einmal müssen die Hafertage unterschieden werden:
Auf der einen Seite gibt es die strengen Hafertage (nach Carl van Noorden), welche aus drei Hafermahlzeiten pro Tag bestehen. Die ursprüngliche Version der Kur, welche Anfang des 20. Jahrhunderts Anwendung fand wurde im Laufe der Zeit immer wieder in Menge und Zusammensetzung geändert, bis es zu nachfolgender Variante kam. Diese wird wie folgend umgesetzt: